Gerhard Husch
–
Carl Loewe: Archibald Douglas
- Продолжительность:
- 09:11
- Формат:
- mp3
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Текст песни "Gerhard Husch — Carl Loewe: Archibald Douglas"
"Ich hab' es getragen sieben Jahr,
Und ich kann es nicht tragen mehr,
Wo immer die Welt am sch?nsten war,
Da war sied' und leer.
Ich will hintreten vor sein Gesicht
In dieser Knechtsgestalt,
Er kann meine Bitte versagen nicht,
Ich bin ja [worden]1 alt.
Und tr?g' er noch den alten Groll
Frisch wie am ersten Tag,
So komme was da kommen soll,
Und komme was da mag!"
Graf Douglas spricht's; am Weg ein Stein
Lud ihn zu harter Ruh'.
Er sah in Wald und Feld hinein,
Die Augen fielen ihm zu.
Er trug einen Harnisch rostig und schwer,
Dar?ber ein Pilgerkleid.
Da horch vom Waldrand scholl es her,
Wie von H?rnern und Jagdgeleit,
Und Kies und Staub aufwirbelte dicht,
Her jagte [Meut']2 und Mann,
Und ehe der Graf sich aufgericht't,
Waren Ro? und Reiter heran.
K?nig Jakob sa? auf hohem Ro?,
Graf Douglas grte tief,
Dem K?nig das Blut in die Wangen scho?,
Der Douglas aber rief:
"K?nig Jakob, schaue mich gn?dig an
Und h?re mich in Geduld,
Was meine Br?der dir angetan,
Es war nicht meine Schuld.
Denk' nicht an den alten Douglasneid,
Der trotzig dich bekriegt,
Denk' lieber an deine Kinderzeit,
Wo ich dich auf Knieen gewiegt,
Denk' lieber zur?ck an Stirlings Schlo?,
Wo ich Spielzeug dir geschnitzt,
Dich gehoben auf deines Vaters Ro?
Und Pfeile dir zugespitzt.
Denk' lieber zur?ck an Linlithgow,
An den See und den Vogelherd,
Wo ich dich fischen und jagen froh
Und schwimmen und springen gelehrt.
Und denk' an alles, was einstens war,
Und s?nftige deinen Sinn,
Ich hab' es [gebet]3 sieben Jahr,
Da? ich ein Douglas bin!"
"Ich seh' dich nicht, Graf Archibald,
Ich h?r' deine Stimme nicht,
Mir ist, als ob ein Rauschen im Wald
Von alten Zeiten spricht.
Mir klingt das Rauschen s und traut,
Ich lausch' ihm immer noch,
Dazwischen aber klingt es laut:
Er ist ein Douglas doch!
Ich seh' dich nicht, ich [h?re]4 dich nicht,
Das ist alles was ich kann,
Ein Douglas vor meinem Angesicht
W?r' ein verlorner Mann!"
K?nig Jakob gab seinem Ro? den Sporn,
Bergan [ging jetzt]5 sein Ritt.
Graf Douglas fa?te den Z?gel vorn
Und hielt mit dem K?nige Schritt.
Der Weg war steil, und die Sonne stach,
Sein Panzerhemd war schwer,
Doch ob er schier zusammenbrach,
Er lief doch nebenher.
"K?nig Jakob, ich war dein Seneschall,
Ich will es nicht f?rder sein,
Ich will nur tr?nken dein Ro? im Stall,
Und ihm sch?tten die K?rner ein,
Und will ihm selber machen die Streu
Und es tr?nken mit eigner Hand,
Nur la? mich atmen wieder aufs neu'
Die Luft im Vaterland.
Und willst du nicht, so hab' einen Mut,
Und ich will es danken dir,
Und zieh' dein Schwert, und triff mich gut,
Und la? mich sterben hier!"
K?nig Jakob sprang herab vom Pferd,
Hell leuchtete sein Gesicht,
Aus der Scheide zog er sein bretes Schwert,
Aber fallen lie? er nicht:
"Nimm's hin, nimm's hin und trag' es aufs neu'
Und bewache mir meine Ruh';
Der ist in tiefster Seele treu,
Wer die Heimat so liebt wie du!
Zu Ro?, wir reiten nach Linlithgow,
Und du reitest an meiner Seit';
Da wollen wir fischen und jagen froh,
Als wie in alter Zeit."