- Продолжительность:
- 04:56
- Формат:
- mp3
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Текст песни "Reinhard Mey — Das Butterbrot"
Zehn Minuten dauerte die gro?e Autofahrt genau.
Dann stand ich auch schon gestrandet in einem biblischen Stau:
Eine Baustelle am Horizont, Vollsperrung, ich sah rot,
Ich fluchte, spielte am Radio und suchte mein Butterbrot.
Ich fand es verlockend knisternd im Handschuhfach, eine Pracht!
Diese Art von Butterbrot, die keiner so wie Ilse macht:
Noch das Brotpapier beschriftet mit ..E" und "R" f?rsorglich,
Dieses "E" hei?t Emmentaler und das "R", es ist f?r mich.
Ich packte es aus, es duftete bet?rend
Noch die warme Backstube heraufbeschw?rend.
Die knusprige Kruste splitterte, lustvoll bi? ich hinein
Und mir fielen alle Butterbrote meines Lebens ein:
Diese K?stlichkeit, die meine Oma mir auf einem Brett
Mitleidig ins Zimmer schob .Tja, ohne Abendbrot ins Bett!"
Ein Radieschenbrot und eins mit Quark und Schnittlauch, welch ein Fest!
Und noch eins mit R?bensirup, ich liebte Stubenarrest!
Oder wenn mein Vater abends von der Arbeit wiederkam
Und aus seiner Aktentasche diese Alub?chse nahm,
Die ein roter Einweckgummi doppelt genommen umschlo?,
Den er sorgf?ltig abstreifte, wie ich dieses Spiel geno?,
Wenn er den matt-silbrigen Deckel aufmachte
Und vom Brot, das er wieder nach Hause brachte,
Mir und meiner Schwester schweigend je eine H?lfte anbot.
Hab' nie was Besseres gegessen, als Vaters Hasenbrot.
Was war das f?r ein steinhartes und zugleich k?stliches Brot,
Das man Mutter auf dem Schwarzmarkt f?r die alte ..Leica" bot!
..Es gibt kein hartes Brot, es gibt nur kein Brot und das ist hart!"
Den Spruch hab ich fr?h gelernt, begriffen und mir wohl bewahrt:
Keinen Bissen soll ich kriegen oder ersticken daran,
Wenn ich jemals ein St?ck Brot achtlos zu Boden werfen kann!
Ich hab bei Meistern gegessen, Sternezaubrern hinterm Herd,
Aber was ichber ihre K?nste nie vergessen werd,
Ist das Brot, das warm und luftig aus der Meisterk?che kam
Und den Abdruck meiner Z?hne mit der dicken Butter nahm,
Ist das Tellerchen, das ich meiner Mutter bereitet hab,
Das dem Tellerchen sohnlich war, das sie als Kind mir gab:
Brot zu W?rfeln klein geschnitten ohne Rinde, das, wies scheint,
Alle Kinder kriegen, wenn's das Leben gut mit ihnen meint -
Auch was mich angeht: F?r meine letzte Reise
Begehr' ich keine k?niglichere Speise!
Hupen, Anlasser, Motoren, der Weg war nicht mehr verstellt,
Ich fuhr an und dachte: Ich hab alle Reicht?mer der Welt!
Ich kann atmen, ich kann lieben, und ich leide keine Not.
Ich bin frei und hab in meinem Handschuhfach ein Butterbrot